Nutzung der FFES zur erweiterten Diagnostik neurogener Dysphagien auf der Stroke Unit

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Das Alfried Krupp Krankenhaus setzt zur erweiterten Diagnostik neurogener Dysphagien ein Flexibles CMOS Video-Rhino-Laryngoskop ein. Die Methode der fieberendoskopischen Schluckuntersuchung (FEES) ist ein bildgebendes Diagnostikum, das bei Dysphagie-Patienten eingesetzt wird. Dieses Gerät verfügt über eine flexible Optik zur indirekten Laryngoskopie, die mittels einer transnasalen Sonde durchgeführt wird. Beobachtet werden zunächst Larynx und Pharynx im Ruhezustand und anschließend Schluckversuche mit diversen Konsistenzstufen (flüssig, breiig und fest). Eventuelle Aspirationen bzw. Penetrationen und die daraus abzuleitenden Therapiemaßnahmen liegen hier im Fokus.
 
Aufnahme des Larynxeingang:
Larynxeingang
Am 05.12.2014 erprobte die erste Therapeutengruppe aus unserem Team (Frau Müller-Prollius, Herr Prollius, Frau Böggering, Frau Franz und Frau Tefert) das Gerät. Inhaltlich und praktisch hat sich diese Gruppe mit diesem Verfahren in mehreren Fortbildungsveranstaltungen am Universitätsklinikum Münster, dem Johannes Wesling Klinikum Minden (Neurologie) und unserem Partner Nutricia GmbH auseinandergesetzt und die notwendigen Kenntnisse zur Durchführung und Auswertung erworben. Nun setzen wir als ausführende Behandler dieses Verfahren auf der Stroke Unit des Alfried Krupp Krankenhauses zur Diagnostik und Kontrolle der Therapie ein. Die zweite Therapeutengruppe startet mit diesem Verfahren im Alfried Krupp Krankenhaus im Januar 2015.
 

Angelika Müller Prollius & Eberhard Prollius
Sprachtherapie & Logopädie Prollius
 
Quelle Titelbild:
Warnecke, Dziewas: Neurogene Dysphagie, Diagnostik und Therapie; Kohlhammer Verlag