Störungen: Diagnose

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Die Sprechapraxie tritt als zentral bedingte Sprechstörung infolge von Infarkten oder Blutungen in der sprachdominanten Großhirnhemisphäre auf und wird häufig begleitet von aphasischen und/oder dysarthrischen Störungen.

Drei Symptomebenen lassen sich unterscheiden:

  • Störungen der segmentalen Ebene (phonematische Fehler: Lautauslassungen, -ersetzungen und -hinzufügungen; phonetische Entstellungen: Lautveränderungen, -dehnungen, -nasalierungen; entstellende phonematische Fehler: wie etwa Ersetzung eines Lautes, der in seinem Klang verändert ist; Fehlbildung von Konsonantenverbindungen; Zunahme von Fehlbildungen mit einer Zunahme der Wortlänge bzw. des Umfangs einer Äußerung; Segmente einer störungsfreien Lautproduktion: auch bei einer mittelschweren bis hin zur schweren Sprechapraxie können völlig fehlerfreie Laut- und Wortbildung beobachtet werden)
  • Störungen der suprasegmentalen Ebene (reduziertes Sprechtempo und verlängerte Lautübergänge; unpassende Pausen; silbische Sprechweise; Laut-, Silben- und Wortiterationen; monotone Sprechweise; Fehlversuche mit anschließenden Selbstkorrekturen)
  • Störungen des Sprechverhaltes (stumme und/oder hörbare artikulatorische Suchbewegungen; deutlich wahrnehmbare Sprechanstrengung mit orofacialen Dyskinesen und einer veränderten oder erhöhten Sprechstimmlage; Unzufriedenheit mit der eigenen erreichten Artikulationsqualität)

Ziele der symptomorientierten logopädischen Interventionen sind eine Optimierung der abrufbaren sprechmotorischen Fähigkeiten, um die allgemeine Verständlichkeit zu erhöhen, eine situationsabhängige Anpassung der angestrebten und notwendigen Sprechgeschwindigkeit und letztendlich der Rückgewinn einer Natürlichkeit des Sprechens

Panagiota Bonia - Sekretariat Bottrop
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Henriette Ivezic - Sekretariat Essen
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