Störungen: Erworbene Störungen bei Kindern

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Per Definition ist eine kindliche Aphasie eine erworbene Sprachstörung. Diese hat ihren Beginn in der frühen Kindheit im Alter von 0 bis etwa 2 Jahren. Der kindliche Spracherwerb erfährt dadurch eine Verzögerung bzw. wird verhindert, bevor dieser eingesetzt hat. Verantwortlich hierfür ist eine neurologische Schädigung nach Beginn des frühen, primären Spracherwerbs oder auch wenn dieser abgeschlossen wurde.

Als Ursachen der kindlichen Aphasie sind Schlaganfälle bzw. Insulte als fokale Hirnläsionen, die allerdings bei Kindern deutlich weniger auftreten als bei Erwachsenen oder auch Gefäßerkrankungen, -fehlbildungen und Herzerkrankungen bekannt.

Eine diffuse Hirnläsion, hervorgerufen durch Stürze, Formen physischer Gewalt, Unfallfolgen durch die Teilnahme am Auto- und Straßenverkehr, geschlossene oder offene Schädel-Hirn-Traumata (SHT), Tumore, Epilepsie, degenerative Erkrankungen oder auch Enzephalitis kann eine kindliche Aphasie ebenso nach sich ziehen wie eine notwendig gewordene Hemisphärenektomie (Entfernung einer Gehirnhälfte) bei medikamentös nicht behandelbaren, schwersten Epilepsien oder einer infantilen Hemiparese.

Eine Einteilung der klinischen Erscheinungen der kindlichen Aphasien in Anlehnung an die klassischen Aphasiesyndrome Erwachsener ist nicht möglich. Der Umfang der Störungen hängt von dem Alter des Kindes, dem vor Krankheitsbeginn erreichten Sprachentwicklungsstandes und auch vom Ausmaß der neurologischen Störung ab. Die sprachlichen Symptome reichen vom reduzierten Wortschatz, über Wortfindungsstörungen (WFS), grammatikalischen Fehlbildungen, Artikulationsstörungen, Redefußstörungen bis zu einer Beeinträchtigung schriftsprachlicher Kompetenzen wie Lesen und Schreiben.

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